Was du über Licht noch nicht wusstest – und warum es essenziell ist

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Am Ende von diesem Artikel gibt es schon mal eine Auswertung meiner Umfrage
„Am meisten Probleme habe ich mit…“

Was ist Licht?

Gar nicht mal so einfach zu beantworten.
Durch Licht entstehen Formen.
Das bedeutet aber auch, wo Licht ist, ist auch Schatten.

Nehmen wir die größte Lichtquelle die wir kennen.
Die Sonne.
Die Sonne ist ein heißer Klumpen mit ein paar Grad Celsius.
Durch die Sonne bekommen wir Licht.
Ebenso Schatten.
Gut, ist klar.

Untersuchen wir nun das Licht der Sonne.
Das Licht der Sonne sind Wärmestrahlen.
Wie wenn ich ein Feuerzeug nehme, das die Nacht erhellt.
Nur ist die Sonne etwas größer und heißer.
Diese Wärmestrahlen sind für uns Licht.

Manchmal sehen und fühlen wir die Strahlen auch in Form von Sonnenbrand.

Das bedeutet, die Strahlen sind mehr als nur Licht.
Die Sonnenstrahlen haben ein ganzes Spektrum an Wellenlängen.
Für uns sichtbar ist nur ein kleiner Teil.
Dieser kleine Teil beinhaltet Rot, Grün und Blau.
Diese sieht man normalerweise nicht.

Außer ich nehme etwas in dem sich diese Wellen unterschiedlich brechen.
Wie etwa ein Prisma.
So konnte damals Newton auch feststellen das Licht nicht einfach Weiß ist.
So wurde das ganze Spektrum des sichtbaren Licht abgebildet.

OK gut.

Licht besteht also aus mehreren Farben.
Zusammen ergeben sie weißes Licht.
Die ganzen Farben zusammen nennt man Spektrum.
Und ich kann die einzelnen Wellen unterschiedlich brechen.

Gut, worauf willst du hinaus Stefan.

Ich will darauf hinaus, das du Licht verstehst.
Licht ist nicht einfach da.
Licht das von Wärmequellen kommt kann schon an sich Gefühle hervorrufen.
Wenn du in der Sonne liegst bist du meist happy.
Wenn kein Licht vorhanden ist oder es regnet fühlst du dich schlapp.
Das alles zu wissen kannst du in deinen Bildern ausdrücken.
Licht kann Stimmung kreieren, durch seine Richtung aber auch durch seine Farbe.

Farbtemperatur

In einem vorherigen Artikel über den Weißabgleich habe ich die Farbtemperatur schon einmal beschrieben.
Also lies dir den Artikel „Fotografie für Anfänger Weißabgleich“ zuerst durch und komm dann wieder hier her.
Um Licht zu verstehen, gehört der Weißabgleich dazu.

Nun weißt du wie sich das Licht zusammensetzt und was es mit der Temperatur zu tun hat.
Als nächstes solltest du wissen wie sich das Licht ausbreitet.

Lichtausbreitung

Teilchentheorie oder Wellentheorie?

Man kann nicht genau sagen die eine oder die andere Theorie stimmt.
Weil es mich interessierte, hab ich einen Physik-Student gefragt.
Welche kommt den nun wirklich vor?
Dabei kam heraus, dass eigentlich Beides vorkommt.
Es kommt halt darauf an.

Gut also war ich genauso schlau wie vorher.
Doch er meinte auch, dass eben jedes Material, selbst wir Menschen, bei einer gewissen Geschwindigkeit eine Wellenform annehmen.
Um es kurz zu machen.
Licht und wie es sich ausbreitet kann mit beiden Theorien beschrieben werden.
Welche jetzt besser ist oder schlechter, dass will ich hier nicht thematisieren.

Die wohl einfachste Regel die ich in der Ausbildung zum Fotograf gelernt habe war Einfallwinkel = Ausfallwinkel.
Man muss sich das wie beim Billard vorstellen.
Stoß ich eine Kugel gegen die Bande prallt sie im gleichen Winkel ob, wie sie aufgetroffen ist.
Das gleiche gilt für das Licht.
Doch wie entsteht jetzt hartes und weiches Licht?

Hartes und weiches Licht

Zwischen zwölf und drei, hat der Fotograf frei.
Diese alte Fotografenregel hat etwas mit dem Licht zu tun.
Gerade wenn du Draußen fotografieren willst.
In dieser Zeit ist das Licht sehr stark und hart.

Doch was heißt hartes Licht?

Hierfür musst du etwas dein Auge schärfen.
Denn eigentlich kannst du hartes Licht an den Schatten erkennen.

Sind die Schatten extrem scharfkantig, hast du hartes Licht.
Sind die Schatten hingegen verwaschen und unscharf ist es weiches Licht.

Doch wie entsteht weiches und Hartes Licht?

Das habe ich in einem Artikel schon mal beschreiben.
Kurz gesagt.

Je kleiner die Lichtquelle ist, desto härter ist das Licht.
Je größer die Lichtquelle desto weicher ist das Licht.

Bedeutet, du kannst auch mit einer Softbox ein hartes Licht erzeugen.
Denn wenn du die Softbox weiter weg stellst wird das Licht immer mehr gerichtet und somit auch härter.
Ist die Softbox jedoch näher am Objekt, ist das Licht weicher.
Da das Licht mehr diffus ist.
Durch den weißen Stoff der in der Softbox ist, wird dieses diffuse Licht erzeugt.

Das kannst du ganz einfach nachstellen.
Wenn es richtig pralle Sonne hat.
Fotografiere eine Person ganz normal.
Als nächstes nimmst du dir einen durchlässigen Stoff.
Spannst diesen so auf, dass die Sonne hindurch scheint.
Am besten Weiß.
Dann fotografierst du die Person nochmal.
Und schon hast du weiches Licht erschaffen.
So wurde aus einer harten Lichtquelle eine weiche Lichtquelle.

Direktes Licht und indirektes Licht

Auch durch die Richtung kannst du hartes oder weiches Licht erzeugen.
Wenn du zum Beispiel keinen Lichtformer, wie Softbox zur Verfügung hast.
Dann kannst du auch einfach das Licht gegen eine Wand werfen und bekommst ein weiches Licht.

Gerade bei Kinderportrait ist das indirekte Licht eine super Sache.
Kinder haben meist keine Falten oder markanten Gesichtszüge.
Deswegen kannst du den Kindern mehr Bewegungsfreiraum geben ohne dich ständig um das Licht zu kümmern.
Und dennoch bekommst du ein schönes Bild mit einer weichen Ausleuchtung.
Direktes Licht ist dann eben Licht das direkt auf das Objekt zielt.

Blitzlicht

Früher wurde das Blitzlicht durch Magnesiumpulver erzeugt.
Dieses wurde gezündet.

Baaaam!

Und der Blitz war da.
Dadurch war der Fotograf unabhängig vom Tageslicht.

Heutige Blitze funktionieren über Kondensatoren und eine Blitzröhre.
Die Kondensatoren laden sich auf und entladen sich.
Das passiert extrem schnell, wodurch die Bilder eingefroren werden.

Eingefroren bedeutet das keine Bewegung zu sehen ist.

Deswegen ist es im Studio auch meist egal welche Verschlusszeit verwendet wird.
Meist, wieso nur meist.
Es darf keine andere Lichtquelle vorhanden sein und es muss dunkel sein.
Denn ansonsten funktioniert es nicht mehr.
Anders herum kannst du mit einer schnellen Verschlusszeit und langen Blitzdauer das Umgebungslicht ausblenden.

Umgebungslicht ausschalten

Wenn du eine schnelle Verschlusszeit verwendest blendest du das Umgebungslicht aus.
So kannst du sehr coole Effekte erzeugen.

Zum Beispiel kannst du so in der prallen Sonne fotografieren.
Und das Bild sieht aus, als wäre es bei Nacht fotografiert.
Oder die Sonne ist zu sehen und die Person ebenso gut ausgeleuchtet.

Hierfür wird meist eine langsame Abbrennzeit benötigt.
Dies wird dann HSS High Speed Sync genannt.
Was etwas verwirrend sein kann.
Es bedeutet das der Blitz länger dauert wie z.B. 1/8000 Verschlusszeit.

Dauerlicht

Das Gegenteil zu Blitzen ist das Dauerlicht.
Eine Energiesparlampe ist Dauerlicht.

Ist das schlecht?

Nein auf keinen Fall.
Viele Portraits fotografiere ich mit Dauerlicht.
Der Vorteil ist zum einen, das Licht ist dauerhaft vorhanden.
Du siehst also was du fotografierst.
Zweitens, Dauerlicht ist meist günstiger.
Ein komplettes Set mit Lampen, Stativen und Lichtformern bekommt man schon für ein paar hundert Euro.

Bei Dauerlicht musst du nur darauf achten das starke Lampen vorhanden sind.
Dann kannst du auch schnelle Verschlusszeiten verwenden um keine Verwacklungen zu bekommen.

Fazit

Viele Hobbyfotografen oder Anfänger finden Blitzlicht kompliziert.
Ich denke aber, das es oft daran liegt den Aufsteckblitz zu meistern.
Den diese Geräte finde ich wirklich kompliziert.
Studioblitze hingegen sind einfacher zu verstehen und zu handhaben.

Generell solltest du dich mit Licht beschäftigen.
Das ist egal ob mit Tageslicht, Dauerlicht oder Blitzlicht.

Fotografie hat nun mal mit Licht zu tun.

Deswegen fange vielleicht mit Dauerlicht an.
Nimm dir ein Modell und probiere aus.

Du brauchst auch nicht die super tollen Marken Lichter.
Du kannst auch mit günstigen Lichtern experimentieren.
Du solltest nur verstehen wie sich Licht verhält.

In einem anderen Artikel werde ich dann speziell auf Blitze eingehen.
Jetzt soll dir dieser Artikel nur zeigen, wie Licht entsteht und wie es sich verhält.
Ebenso das du experimentieren musst um Licht zu sehen und zu verstehen.

Ich hab auch lange Zeit mit Tageslicht gearbeitet, weil ich irgendwie nicht mit dem Aufsteckblitz zurecht kam.
Dann hab ich mich einen Tag nur mit diesem Gerät auseinander gesetzt.
Siehe da, am Ende des Tages war ich drin, ich hätte am liebsten alles und jeden fotografiert.

Wenn du Licht einmal verstanden hast macht das Fotografieren doppelt so viel Spaß.

Was ist deine Meinung, schreib mir einen Kommentar.

Kleine Umfrage

Letzte Woche hab ich dazu aufgerufen an meiner Umfrage teilzunehmen.
Ein paar von euch haben auch daran teilgenommen.
Dafür schon mal ein ganz großes Dankeschön.

Eine Antwort betrifft mich direkt, hier hat jemand ein Problem mit mir.
Daran kann ich leider nichts ändern, aber dennoch Danke das du dir wenigstens die Zeit genommen hast.

umfrage

An alle Anderen, ich lasse die Umfrage noch bis nächste Woche offen.
Es würde mich freuen wenn du daran teilnimmst.
Es ist wirklich nur ein klitzekleines Textfeld (Keine Namen, keine Email).
Einfach auf den hier auf den Button klicken und deine Antwort reinschreiben.

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Schöne Grüße
Stefan


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Stefan Steinbach

Hi, ich bin Fotograf und Webdesigner aus Stuttgart. Einmal im Monat bekommst du hier in meinem Blog alles über People-Fotografie und ein bisschen was zu Marketing. Du kannst mir gerne auf Facebook, Twitter oder Instagram folgen. Ich freu mich von dir zu hören!

StefanWas du über Licht noch nicht wusstest – und warum es essenziell ist

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