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fotografieren lernen welche kamera

Fotografieren lernen, welche Kamera solltest du dir holen?

Fast jeder Fotograf, der etwas aktiver ist auf Social Media oder auch offline hat schon diese eine Frage gestellt bekommen. Was für eine Kamera nutzt du?

Diese Frage möchte ich gerne aufgreifen und meine Meinung dazu schreiben. Hierbei soll es darum gehen, welche Kamera solltest du dir holen, wenn du Fotografieren lernen möchtest.

Die Megapixel sind superwichtig!

Urlaubsbilder Fotografieren
fotografiert mit Nikon D50

Du spürst hoffentlich die kleine Ironie in der Überschrift mitschwingen.
Es geht natürlich nicht primär um die Megapixel.
Ich weiß, es ist großartig und schön eine 45 Megapixel zu präsentieren wie eine 12 oder 24 Megapixel Kamera.

Doch hier ein paar Gedanken dazu.
Mehr Megapixel bedeutet, du brauchst mehr Speicher und du brauchst mehr Rechenpower für die spätere Bildbearbeitung. Ebenso hast du (Stand 2021) oft eine schlechtere Lowlight Qualität.

Bedeutet bei Events oder auch zu später Stunde, ist das Mehr an Megapixel eher von Nachteil. Hier haben die niedrigeren Megapixel oft bessere Resultate. Der Grund dafür ist die Dichte der Pixel auf dem kleinen Sensor. Einfach gesagt, mehr Zwischenraum, niedrigeres Grundrauschen und anders herum.

Mehr Megapixel sind jedoch nicht immer schlecht, das möchte ich gar nicht sagen. Ich fotografiere in bestimmen Situationen auch liebend gerne mit 45 MP wie mit 12 oder 24. Das ist zum Beispiel bei Portraits und Produkten.

Hier ein kleiner Gedankengang, wann ich gerne mit viel MP arbeite.
Portrait-Shooting im Studio, wenn vorher noch nicht ganz klar ist welcher Ausschnitt gewählt werden soll.
Produkte, generell! Hier ist es oft so, dass die Bilder auch für den Druck genutzt werden und deswegen lieber mehr MP.
Freie Arbeiten. Hier will ich einfach frei sein und weil ich natürlich auch ein Detailverliebter Retoucher bin, liebe ich es, wenn ich jede einzelne Pore sehe :-D.

So das war es auch schon.

Wo nutze ich eher weniger MP?
Eventfotografie, mach einmal eine Dokumentation mit 45 MP und du weißt von was ich rede.
Headshots die nur digital genutzt werden. Ebenso Portraits, die nur digital genutzt werden oder auf Visitenkarten kommen.

So und jetzt kommt wahrscheinlich ein Schock für alle Megapixel Verliebten, ich fotografiere die meisten Aufträge mit einer 12 MP Kamera :-O.

Wenn du Fotografieren lernen möchtest dann ist wichtig das System zu verstehen, Magapixel sind hier erst einmal zweitrangig. Behalte immer im Hinterkopf, für was du die Bilder nutzen willst. Sind deine Bilder größtenteils auf deiner Website oder auf den Sozialen Medien zu sehen, dann hast du dort eine Auflösung von vielleicht 2MP.

Aus diesem Grund spar dir lieber das Geld und investiere in ein gescheites Objektiv, am Ende findest du meine Empfehlungen zu Brennweiten für die Portraitfotografie.

Welches Budget hast du?

Wo wir schon beim Sparen sind. Was für einen Preisrahmen hast du denn generell?
Meine erste Kamera war die Nikon D50 mit einem 18-55mm Kit-Objektiv, dazu eine kleine Tasche, eine SD Karte von 2GB und 2 Akkus. Das Ganze habe ich gebraucht auf EBAY erstanden für damals ca 500 EUR.

Ich habe mir diese geholt während meiner Fotografen Ausbildung. Das bedeutet ich musste sparen. Keine Partys, kein Alkohol, keine Zigaretten für 2,5 Monate. Ich war 19 Jahre, ich denke du weißt was das für mich bedeutet hat.
Es war so ein geiles Gefühl diese Kamera endlich zu haben. Es war auch damals nicht die krasseste Kamera, jedoch war es meine erste DSLR die ich mir selbst geleistet hatte.

Überleg dir zuerst was du wirklich, wirklich brauchst. Leg dir einen Rahmen fest. Dann schau dich um was es alles gibt. Das Schöne an den heutigen Kameras ist, dass du egal mit welcher, ein super Ergebnis haben wirst. Die Technologie ist so extrem geworden es ist unfassbar.

Natürlich kenne ich auch die Gedanken die einen quälen, was wenn diese Kamera besser ist, was wenn ich doch mal in einen anderen Bereich gehen will?

Wenn du Fotografieren lernen willst dann zählt zunächst das du verstehst, wie es funktioniert.

Du musst das System verstehen

Blende Fotografie für Anfänger

Am Anfang solltest du deinen Fokus auf das Verstehen und Lernen legen.
Wenn du es verinnerlicht hast, dann kannst du jede Kamera nutzen und dich dann für eine bestimmte Marke und andere Kriterien kümmern.

Was meine ich mit Verstehen?

  1. Schau dir den Grundaufbau einer Kamera an.
  2. Wie spielt alles zusammen.
  3. Was bedeutet Blende, Zeit und ISO.
  4. Wie spielen diese drei Komponenten zusammen?
  5. Was ist Licht, wie kann ich es beeinflussen oder steuern.

Gerade am Anfang wirst du so viel mit der Technik beschäftigt sein das es egal ist ob du die beste Kamera der Welt in der Hand hältst oder nur die Second-hand von EBAY.
Oder willst du derjenige sein der von seiner Kamera geführt wird und sie die Bilder macht? Oder willst du die Kontrolle über die Bilder haben und deine Kreativität freien Lauf lassen?

Was ich damit meine?

Naja, es gibt so manche „Möchtegernfotografen“ die mir bei Aufträgen begegnen und mir voller Stolz zeigen mit was für einer tollen Kamera sie fotografieren. Natürlich das letzte Modell und auch das teuerste. Doch ein kleiner Blick auf die Einstellungen zeigen mir dass sie der Kamera die volle Kontrolle geben und in Vollautomatik Modus fotografieren. Die Bilder die ich dann über ein paar Ecken sehe, lassen mich einfach nur schmunzeln.

Bitte versteh mich nicht falsch, jedem das Seine. Doch ich bitte dich lerne Fotografieren, lerne wie alles zusammenspielt und geh dann an die Sache und hol dir die mega geile high Pixel Kamera. Nicht andersherum. Die Kamera ist nur so gut wie derjenige der dahinter steht ;-). Oder so wie ein Fotografie Lehrer mal gesagt hat. Das Bild entsteht nicht in der Kamera, sondern in dem Ding zwischen deinen beiden Ohren.

Weiterlesen  Objektiv Definition | Fotografieren lernen

Also lerne Blende, Zeit und ISO und lege eher den Fokus auf den Bereich wo du fotografieren willst bevor du dir eine teure Kamera holst.

In welchen Bereich willst du fotografieren?

Hast du dich schon mal gefragt, was du fotografieren willst?

Mein Fokus war 2010 sehr auf Dokumentation und Portraits.
Das bedeutet, ich benötigte eine Kamera die gute Lowlight Funktionalität hat und auch gut mit natürlichem Licht kann. Ebenso sollte sie mein Alltags Working Horse werden. So habe ich mich damals für die D700 und ein 28-75mm f2.8 von Tamron entschieden. Und das tolle ist, diese Kamera macht nach über 10 Jahren und über 75.000 Auslösungen immer noch einen sau guten Job.

Was ist mit Aufträgen, die nach mehr verlangen?
Dann leihe ich mir eine bei Delight-Rent für genau diesen Job.

Such dir einen Bereich raus der dir richtig Spaß macht und wo du Tag und Nacht dich damit beschäftigen könntest und such nach einer Kamera, die genau dazu passt. Wenn du mal Ausflüge in die Produktfotografie oder High-End Beauty Retusche machst, dann leih dir doch einfach für diese Ausflüge das Equipment.

Für den Start würde ich dir raten das Budget so niedrig wie möglich zu halten und mehr Zeit in das Lernen von dem Zusammenspiel der Kamera zu legen, dass es dir in Fleisch und Blut übergeht.

Reicht auch ein Smartphone zum Fotografieren?

Wenn du das Budget so niedrig wie möglich halten sollst, dann fragst du dich bestimmt auch, ob nicht auch ein Smartphone seinen Job gut für den Anfang macht?

Ja, voll und ganz!

Die heutigen Smartphones haben sogar die Möglichkeiten in RAW zu fotografieren.
Was du natürlich nicht machen solltest, alles in Vollautomatik zu fotografieren.

Stell in deinem Smartphone in den Pro -Modus (so heißt es bei mir), einfach in den Manuellen Modus, wo du wirklich alles von Hand einstellen musst. Das geile an der Sache ist, du siehst genau was du da einstellst.

Nur ab einer bestimmten Zeit, verändert sich glaube ich nicht mehr viel, da ist es dann eher testen und noch mal testen. Aber das ist doch die beste Möglichkeit, um ein Verständnis zu bekommen wie die einzelnen Einstellungen zusammenspielen.

Ein Smartphone hat heutzutage eh jeder, deswegen, nutze es und lerne das Zusammenspiel und wenn du es verstanden hast, kauf dir eine Kamera.

Fazit

Du siehst ich gebe dir keine direkte Kaufempfehlung für eine bestimmte Kamera, dennoch hoffe ich das du einige Überlegungen mitnehmen kannst, bevor du dir eine Kamera anschaffst.

Einen kleinen Rat möchte ich dir dennoch geben, oder besser nicht dennoch geben, sondern einen Tipp für eine bestimmte Art von Kamera Typ. Und zwar eine spiegellose Kamera. Bei den meisten spiegellosen System hast du eine direkte Vorschau was du fotografierst im Sucher. So verlierst du nicht so schnell die Motivation und probierst mehr aus und spielst mehr herum. Das ist enorm wichtig und bringt dich auch weiter. Auch wenn ich immer noch etwas kritisch den spiegellosen Systemen gegenüberstehe würde ich es einem Einsteiger auf jeden Fall empfehlen.
Hier meine einzige Empfehlung, aber nur weil ich auch mit dem Gedanken gespielt habe mir diese Kamera als kleine Alternative zu holen.

Die Nikon Z50.

Nikon Z 50 Spiegellose Kamera im DX-Format (20,9 MP, OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Bildpunkten, 11 Bilder pro Sekunde, Hybrid-AF mit Fokus-Assistent, ISO 100-51.200, 4K UHD Video)
  • Nikon CMOS-Sensor im dx-format mit 20, 9 Megapixel
  • 4K UHD Video mit 30 Prozent und zeitlupenfunktion. Betriebsbedingungen – Temperatur: 0 °C bis 40 °C
  • Bis zu 11 Bilder pro Sekunde mit autofokusnachführung und automatischer Belichtung
  • Großer iso-spielraum von 100 bis 51.200
  • Klappbarer Touchscreen-Monitor und elektronischer Sucher

Welche Kamera nutzt du?

Lasst uns eine Liste erstellen für alle Einsteiger, die mit der Fotografie starten und auf der Suche sind.
Welche Kamera nutz du und in welchem Bereich fotografierst du damit?

Die besten Brennweiten für Portraitfotografie

Hier meine Empfehlungen für alle die in der Portraitfotografie starten wollen.

50mm f1.8

Gerade am Anfang aus Kostengründen und auch um mit offenen Blenden zu fotografieren, ein 50mm f1.8. Diese Art Objektiv gibt es für fast alle Marken und sind oft recht günstig, sehr geil um damit Ganzkörper oder auch die amerikanische Einstellung zu fotografieren. Und um eben die offene Blende mal zu testen, was ein sehr schönen blurry Hintergrund macht.

28-75mm f2.8

Eine Allrounder Optik, diese Linse hat fast jeder Fotografen. Sie ist für sehr viele Situationen ausreichend, was sie so alltagstauglich macht. Diesen Brennweitenbereich gibt es auch oft für alle Marken. Manchmal ist es auch 24-70mm oder so ähnlich. Achte jedoch auf die durchgängige Blendenzahl von 2.8 oder besser 1.8.

85mm f1.4

Die ultimative Linse für Portraits, für mich jedenfalls. Du bist nicht zu weit weg und hast dennoch eine sehr große Brennweite, um ein schönen blurry Hintergrund zu bekommen. Ich habe jetzt schon ein paar Mal mit dieser Linse fotografiert und je nach Situation auch mit Blende 1.4 und es ist einfach überragend. Ich liebe diese Linsen.

Das sind meine drei Empfehlungen, um einzusteigen in die Portraitfotografie.
Je nach Budget und wenn es nur für eine Linse reicht, würde ich dir auf jeden Fall das Zoom 28-75mm f2.8 empfehlen.

Letzte Aktualisierung am 7.05.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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