Wie du Urlaubsbilder fotografierst die abgehen

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Urlaubsbilder fotografieren im nächsten Urlaub.
Bei vielen von euch steht die Urlaubszeit bevor.

2 Wochen so richtig entspannen.
Am Strand faulenzen oder in den Bergen wandern.

Natürlich willst du auch ein paar schöne Urlaubsbilder fotografieren.
Dafür hast du dich ja nun intensiv mit deiner Kamera befasst.
Damit die Bilder so richtig hammer werden.
Schreib ich einmal auf was mir zu Urlaubsbilder fotografieren einfällt und was du beachten solltest.

Die Definition Urlaubsbilder ist für mich meist mit Landschaften verbunden.
Das muss es aber gar nicht sein.
Urlaubsbilder können auch Portrait-Aufnahmen sein.
Oder Sehenswürdigkeiten.
Keine Ahnung warum sich das so bei mir im Kopf festgesetzt hat.
Jedoch viel wichtiger ist.

Was erwartest du von den Urlaubsbildern?

Diese Frage ist so wichtig, das sie manchmal 500g oder 3kg ausmachen kann.

Ist es dir wichtig die Urlaubsbilder auf Facebook zu teilen?
Willst du die Bilder groß ausdrucken?
Willst du einen schönen Dia-Abend mit Freunden machen?
Willst du größtenteils Sehenswürdigkeiten fotografieren?
Oder doch eher Portraits?
Von allem ein bisschen?

Diese Überlegungen solltest du anstellen und dann die Entscheidung treffen.

Smartphone oder Kamera oder Beide

Hier kannst du dann entscheiden was du mitnimmst.
Willst du lediglich Bilder auf Facebook mit deinen Freunden teilen.
Dann reicht vielleicht ein Smartphone aus.

Willst du wirklich das Beste aus den Bilder herausholen, dann würde ich eine Kamera mitnehmen.
Bist du dir nicht sicher, dann würde ich Beide mitnehmen.

Ich nehme meine Kamera meist mit, weil sie mir einfach liegt.
Auch wenn es nicht immer meine große Kamera ist.
Ich weiß was ich einstellen muss und komme schneller zum Ergebnis wie mit einem Smartphone.

Das Gewicht ist aber für manche doch ausschlaggebend, gerade weil es ja nicht nur bei der Kamera bleibt.

Welche Objektive solltest du mitnehmen

Hast du dich entschieden deine Kamera mitzunehmen, ist die Frage welche Objektive brauche ich.
Kommt es dir auf das Gewicht an würde ich dir zu einem Zoom raten.
Dann hast du nur ein Objektiv, das mehrere Bedürfnisse abdeckt.

Hier kann ich zum Beispiel das Tamron* empfehlen.

Gerade die durchgehende Lichtstärke und dass es Makro kann macht es zu einem echten Allrounder.

Für Landschaftsaufnahmen

Würde ich eine sehr kleine Brennweite empfehlen.
In dem Bereich 17-24mm.

Hier musst du natürlich den Crop-Faktor beachten.
Hast du eine Kamera mit kleinem Sensor dann musst du z.B. bei Nikon 1,5 mal die Brennweite rechnen.

Oder das Objektiv ist schon für die kleinen Sensoren umrechnet.
Bei Nikon haben diese Objektive ein DX.
Bei Canon EF-S.

Für Portrait-Aufnahmen

Würde ich eine längere Brennweite empfehlen.
Etwa eine 85mm Festbrennweite.
Diese ist noch gut einzupacken und das Gewicht ist auch noch ok.

Portrait-Aufnahmen

Deine Liebsten im Urlaub abzulichten ist einfach, wenn du ein paar Dinge beachtest.
Willst du wirklich nur ein Portrait haben mit einem unscharfen Hintergrund.
Dann solltest du mit einer offenen Blende fotografieren, z.B. f2.8.

Urlaubsbilder Fotografieren

Viele Leute wollen gerne zeigen das sie an einem bestimmten Ort waren.
Um hier kein Suchbild zu erzeugen, solltest du etwas weiter weg.
So bekommst du die Sehenswürdigkeit und die Person groß abgebildet.

Die Personen müssen logischerweise etwas näher bei der Kamera stehen.

Kinder nicht immer von Oben herab behandeln

Auch wenn es einen niedlichen Eindruck macht.

Portraits von Kindern sollten auf Augenhöhe geschehen.

So macht das Bild noch mehr her.
Und der Hintergrund sieht ebenso schöner aus.

Vielleicht zeigt der Sohnemann es dann auch mal seinen Freunden. ;-)

Seitlich von der Sonne fotografieren

Zugekniffene Augen und eine Fratze.
Dann standen die Personen meist direkt in der Sonne.

Um das zu vermeiden, achte auf eine seitliche Sonne.
Oder noch besser, gehe ein bisschen in den Schatten.

Ein Baum, Palme oder ähnliches sind hier deine Freunde.

Achte einfach darauf, wie die Sonne das Gesicht formt.
Und vermeide harte Schatten.

Landschaftsaufnahmen

Der Aufstieg in die Berge war anstrengend und ebenso wunderschön.
Die grünen Wiesen, der blaue Himmel und die Berge mit Eis auf den Spitzen.

Urlaubsbilder fotografieren

Das ist ein Anblick.
Doch wie sollst du das richtig aufnehmen?
Bei einem Smartphone würde ich dir raten die Sonne im Rücken zu haben.
Dadurch dürftest du keine Belichtungsprobleme haben.

Mit einer Kamera könntest du dir einen Filter anschaffen.

Verlaufsfilter für einen tollen Himmel

Ist der Bildumfang so extrem wie manchmal bei Landschaftsaufnahmen dann macht ein Filter Sinn.
Hier gibt es Verlaufsfilter.

Diese schatten den Himmel ab, um so ein Bild mit tollem Himmel zu bekommen und einer schönen Landschaft.
Nichts überbelichtet, nichts unterbelichtet.

Ich hab bis jetzt erst einmal mit solch einem Filter fotografiert.
Ich war wirklich begeistert.

Essen fotografieren

Urlaubsbilder fotografieren

Die kulinarischen Köstlichkeiten sollen nicht zu kurz kommen.
Schließlich bekommt man so etwas nicht jeden Tag aufgetischt.
Und mal ganz ehrlich die Paella mit Blick auf Meer, zieht die Blicke auf sich.
Oder die deftige Mahlzeit in der Berghütte mit den Bergen im Hintergrund.

Damit diese Bilder richtig schön rüberkommen, schalte deinen Blitz aus.
Das gilt nicht nur bei Nacht.

Dreh dir das Essen so hin, das die Sonne von Hinten kommt.
Oder versuche es im Schatten zu fotografieren, mit dem herrlichen Hintergrund.

Ist der Hintergrund nicht so ansprechend, dann ändere doch einfach die Perspektive.
Von Oben sehen die schön angerichteten Köstlichkeiten auch sehr interessant aus.

Ist die Sonne schon untergegangen.
Dann ist es wichtig eine längere Verschlusszeit zu wählen.
Am besten versuchst du die Kamera irgendwo aufzulegen.
So beugst du Verwacklungen vor und hast die schöne Stimmung mit eingefangen.

Vertraue nicht deinem Display

Gerade wenn die Sonne runter brutzelt, siehst du auf deinem Display sehr wenig.
Natürlich kannst du immer wieder mit deinen Händen abschatten.
Doch meist hilft das auch nicht viel.

Deswegen vertraue nicht deinem Display.
Kannst du ein Histogramm anzeigen.
Dann kontrolliere darüber.

Steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung.
Dann stelle dein Display auf die hellste Stufe.
Und versuche so gut es geht abzuschatten.

Dennoch rate ich dir die Bilder nicht zu löschen, weil sie zu dunkel aussehen.
Meist erkennst du später unter normalen Lichtbedingungen das alles gut aussieht.

Serienaufnahme bei bewegten Objekten

Tiere stellen sich meist nicht hin und posen für einen.
Deswegen stell die Serienbild Funktion ein.

Fotografie Stefan Steinbach

So hast du keine Auslöseverzögerung und kannst schnell mehrere Bilder machen.
Gerade bei Kompaktkameras kann man nicht so schnell ein Bild nach dem Anderen schießen.

Die Kamera braucht immer eine Weile bis sie wieder bereit ist.
Durch die Serienbild Funktion umgehst du diese Verzögerung.

Brauche ich ein Stativ?

Nicht unbedingt.

Ein Stativ kann mehr Gewicht bedeuten.
Die Bilder sind dann aber auch sicher verwacklungsfrei.

Doch was genau willst du fotografieren?

Bei Portrait brauchst du nicht zwingend ein Stativ.
Bei Nachtaufnahmen schon.
Für zwei, drei Bilder bei Nacht würde ich aber kein Stativ mitschleppen.

Verwende eine Auflage bei Nachtaufnahmen

Es gibt fast überall Auflageflächen.
Vielleicht ist so dein Bildausschnitt nicht perfekt, dafür ohne Verwacklungen.

Oder lehne dich an eine Wand.
Dadurch hast du mehr Ruhe in der Haltung.

Um es noch etwas einfacher zu haben, gibt es kleine Kissen, wie dieses hier (Bohnensack für DSLR Achtung bei Kauf spendierst du mir ein Bier ;-) ).

Solche Kissen sind einfach mitzunehmen und können fast überall eingesetzt werden.

In Kirchen keinen Blitz verwenden eher ein Stativ

Anders sieht es aus in dunklen Gebäuden wie Kirchen.
Hier würde ich zu einem Stativ raten.

Die Verschlusszeit auf 1/10 sec. und schon hat man die einfallenden Lichtstrahlen.
Ich muss sagen, die 1/10 sec. funktioniert eigentlich immer.

So bekommst du den Innenraum schön hell und die Lichtstrahlen sind gut sichtbar.
Was mit persönlich immer ganz gut gefällt.
Blitz ist hier natürlich auch tabu.

Rucksack oder Tasche

Egal was du nimmst, du solltest etwas haben um deine Kamera darin zu verstauen.

Da haben es die Smartphone Fotografen einfacher.
Das kommt einfach in die Hosentasche.

Bei einer Kamera, Kompaktkamera ist eine kleine Tasche zu empfehlen.
Ich benutze eine Tasche von Tamrac.
Dort bekomme ich alles unter was ich brauche.

Einen Rucksack werde ich mir auch noch anschaffen.
Einfach wegen dem Komfort.

Der Rucksack ist schnell umgeschnallt und gleichmäßiger verteilt auf den Schultern.
So kann man auch bei längeren Wanderungen abends ohne Rückenschmerzen weggehen.
Ebenso gibt es für einen Rucksack die Möglichkeit einen Laptop zu verstauen.

Schütze deine Kamera und Speicherkarte

Ein Rucksack oder Tasche ist nicht nur wegen dem Komfort zu empfehlen.
Er schützt auch deine Sachen.

Am Strand bei 35 Grad sollte kein technisches Gerät prall in der Sonne liegen.
Akkus sind hier besonders empfindlich.

Deswegen versuch die Geräte immer möglichst im Schatten zu positionieren.
Am Strand ist dann auch noch der Sand dein Feind.
Dieser sollte nicht an deine Geräte kommen.
Kratzer im Objektiv, oder Sand im Getriebe ist nicht so witzig.

Wie viel Speicherkarten brauch ich?

Ich hatte auf meiner 3,5 Wochen China Reise 4x 2GB SD-Karten dabei.
Allerdings habe ich JPG´s fotografiert.
Es hat locker gereicht!

Speicherkarten

Es kommt einfach darauf an, was du für eine Kamera hast.
Wie groß sind die Bilder von der Datenmenge.
Dann kannst du es dir schon fast selber ausrechnen und einschätzen.

Ich muss jedoch zugeben, ich bin ein Freund von, lieber zu viel wie zu wenig.
Aber übertreiben muss man es auch nicht.
Ich würde mal schätzen das 16GB bis 32GB vollkommen reichen.

Solltest du mit deiner Kamera auch längere Videos aufnehmen dann vielleicht 64GB.

Die richtige Perspektive

Wenn du durch die Gegend läufst und immer von diesem Standpunkt aus fotografierst verpasst du was.
Spiel ein bisschen mit der Perspektive.

Platziere nicht alles mittig

Nicht jedes Gebäude, Mensch oder Essen muss immer mittig sitzen.
Setz es doch auch mal außer-mittig.

urlaubsbilder fotografieren

Versuche den Horizont im unteren ersten Drittel zu platzieren.
Dadurch bekommt der Himmel mehr Raum.

Oder platziere ihn im oberen ersten Drittel, dadurch bekommt der Boden mehr Raum.
Personen dürfen auch mal weiter Links oder Rechts im Bild stehen.

Ein Essen kann auch mal angeschnitten werden.
Spiel einfach etwas herum.
Als kleine Orientierung dient dir das Raster im Sucher oder auf deinem Display.

Kniebeugen bitte

Die ganze Szene von etwas weiter Unten betrachtet wirkt vielleicht viel spannender.
Deswegen geh öfters einfach mal ein bisschen runter.
Das trainiert nicht nur deine Beine sondern auch deine Kreativität.
Nicht immer alles stur aus einer Sicht zu sehen.

Das Wetter

Im Urlaub bist du meist Draußen, genießt das Wetter.
Die Sonne strahlt dich an.
Der Himmel wunderschön Blau mit weißen Wolken.
Doch was ist wenn…

Das Wetter schlecht ist?

Dann bleibst du entweder Drinnen.
Oder gehst dennoch Raus.

Wie heißt es so schön, es gibt kein schlechtes Wetter nur die falsche Kleidung. ;-)
Gerade wenn es nicht extrem sonnig ist hast du schönes weiches Licht.
Für Gebäude ist das manchmal nicht so optimal, aber für Personen schon.

Und wenn es regnet, dann gibt es eben schöne Regenbilder.
Hier kannst du dann in den Makrobereich gehen.
Pfützen oder Ketten an denen das Wasser herunterfließt sehen faszinierend aus.

Aber auch durch ein Fenster, mit Regentropfen, fotografiert kann sehr verträumt wirken.
Oder du gönnst dir einfach einen Tag Pause.

Nicht in der Mittagssonne fotografieren

Eigentlich willst du ja so viel sehen wie nur möglich.
Die Zeit ist ja begrenzt.
Also gehst du schon früh los.
Morgens hast du noch so richtig gutes Licht.
Doch je mehr es zum Mittag geht, werden die Schatten immer hässlicher.

Meide am besten die Mittagssonne.
Gerade in den südlichen Regionen, ist es dann sowieso viel zu heiß.
Lieber genießt du dann einen kühlen Drink, fotografierst das Essen, Trinken usw.

So ab 14-15 Uhr kannst du dann wieder aufbrechen.
Ist es dir gar nicht möglich zu pausieren, dann schärfe dein Auge und ändere die Perspektive.

Warum du die Nachbearbeitung brauchst

Daheim angekommen, willst du am liebsten alle einladen und gleich zeigen wie der Urlaub war.
Doch halte etwas inne.

Gib deinen Bilder den letzten Schliff.
Such dir die besten Raus.

Auch bei einem Dia-Abend musst du keine 100 Bilder zeigen.
Versuch deine Reise zu komprimieren.

Dadurch sind die Zuschauer zum Schluss nicht gelangweilt, sondern haben noch Energie und Interesse.
Vielleicht wollen sie dann sogar einige Bilder noch einmal genauer sehen.
Oder wollen mehr.

Sag dann einfach, mehr Bilder gibt es beim nächsten Mal oder so was in der Art. :-)
Auf jeden Fall musst du deine Bilder nachbearbeiten.

Lightroom oder Bridge sind dafür ganz tolle Tools.
Hier hast du die Möglichkeit mehrere Bilder auf einmal zu bearbeiten und anzupassen.

Hast du in JPG fotografiert sind die Farben, Kontraste schon fast ausreichend.
Hier kannst du vielleicht nur noch etwas den Weißabgleich korrigieren.
Oder das Blau und Grün, bei Landschaften, verstärken.

Bei Landschaftsaufnahmen kannst du auch versuchen den Himmel besser herauszuarbeiten.
Ob du es wirklich machst ist deine Sache, ich kann es dir nur ans Herz legen.

Urlaubsbilder fotografieren Fazit

Puh, ist jetzt doch ziemlich lang geworden.
Eigentlich wollte ich nur ein paar Tipps geben.
Auf jeden Fall wünsche ich dir einen richtig schönen Urlaub, erhole dich und genieße die Tage.

Konntest du etwas aus diesem Artikel mitnehmen?!
Super dann teile es doch mit deinen Freunden. 
Wenn du weitere Tipps als Ergänzung hast, schreib es in die Kommentare!

Schöne Grüße
Stefan


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  • Ben Moll
  • Herausgeber: dpunkt.verlag GmbH
  • Auflage Nr. 1 (01.08.2015)
  • Taschenbuch: 268 Seiten

Letzte Aktualisierung am 21.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Stefan Steinbach

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StefanWie du Urlaubsbilder fotografierst die abgehen

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