Mit Fotografie Geld verdienen – ist das noch möglich?

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Kann man davon leben?
Kommt dabei noch was rum?

Das sind Fragen die ich oft bekomme.
Gerade bei Familienfeiern, Treffen mit anderen Leuten und so weiter.

Doch stimmt es wirklich?
Geht das überhaupt, mit der Fotografie Geld verdienen?
Ich muss dazu sagen, ich verdiene mein Geld mit verschiedenen Bereichen.
Neben der Fotografie, erstelle ich Websites, berate Unternehmen und erledige Grafikarbeiten.

Das mache ich, um im Moment zu überleben.
Nebenbei baue ich verschiedene Bereiche aus.
So das ich nä. Jahr rein von der Fotografie leben kann.
Hier sollte man vielleicht auch unterscheiden.
Was bedeutet denn überhaupt „rein von der Fotografie„.

Wenn ich Workshops gebe, ist das ja keine Fotografie.
Hier ist es eher Coachingarbeit.
Ich glaube viele fahren sich zu sehr fest.

Eine Tankstelle nimmt große Teile durch Zigaretten, Getränke, Snacks usw ein.
Ist es deswegen keine Tankstelle mehr?
Sondern eher ein Kiosk?
Ich denk du verstehst was ich meine.

Hier möchte ich ein paar Möglichkeiten vorstellen.
Behalte sie im Hinterkopf.
Denn dadurch verdienst du Geld in der Fotografie!

1. Aufträge

Ganz klassisch.
Der normale Auftrag.

Hier heißt es Kunden anschreiben/anrufen.
Ein Thema das ich ehrlich gesagt nicht so gerne mache.
Hier entsteht mit der Zeit ein Netzwerk das für dich arbeitet.
Mundpropaganda ist die beste Werbung.

Für alle die hier Ideen und Anregungen benötigen sollte bei Michael Omori-Kirchner vorbei schauen.

Ebenso gibt es Business-Netzwerke wie BNI.
Diese kosten zwar Geld, sind aber hoch effektiv.

2. Freelancerportale

Ich habe lange Zeit nichts von diesen Freelancerportalen gehalten.
Preisdumping, Ausnutzung, usw.
Jedoch suchte ich eben nach Arten um an Aufträge zu kommen.
Twago war dann eine Plattform auf der ich recht zeitnah meine ersten Aufträge hatte.

Natürlich war ich etwas skeptisch.
Besonders weil ich gleich nach einer Woche telefonisch kontaktiert wurde.
Hier wurde mir ein super tolles Angebot gemacht :-D.
Natürlich wollen die das man sich bei denen für eine Mitgliedschaft anmeldet.
Ich hab auch kurz gezögert.

Aber schlussendlich hab ich es abgelehnt.
Ich hab nur einmal 40€ investiert um meine Credits aufzufüllen.
Damit bin ich aber echt weit gekommen.
Man muss dazu sagen Fotoaufträge gibt es eher weniger.

Eher IT, Webdesign und Grafik.
Da aber fast jeder Fotograf mit Photoshop umgehen kann, sollte sich schon etwas finden.
Und bitte benutze keine Standard Texte für deine Angebote.
Das bringt niemanden was.

Höflich, fragend und so gut es geht in Vorleistung gehen.
So hab ich sehr schnell Aufträge erhalten.
Ebenso erst mal kleine Aufträge und dann an die großen Fische ;-).

3. Stockfotos

Eine Möglichkeit die etwas Zeit dauert und auch moralische Gedanken beinhaltet.

Warum Zeit?
Naja gerade bei Anbietern wie Fotolia brauchst du ein großes Archiv.
Und weil deine Bilder nicht für 100 Euro verkauft werden, brauchst du eine gewisse Größe, dass es sich rentiert.

Hier kommt dann auch der moralische Aspekt.
Willst du deine Bilder für 1€ oder vielleicht nur 0,25€ verkaufen?
Das musst du entscheiden.
Hier geht es definitiv auf Masse.

Es kann sich jedoch lohnen, gerade weil z.B. Fotolia* von Adobe aufgekauft wurde.
Und somit über Adobe Stock die Bilder mehreren Kreativen zur Verfügung gestellt werden.
Ein erfolgreicher deutscher Stockfotograf ist Robert Kneschke.
Hier das passende Buch das ich dir für diese Thematik empfhelen kann.

Stockfotografie: Geld verdienen mit eigenen Fotos*

4. Druck

Gedruckte Bilder haben nicht nur einen besonderen Reiz, sondern können auch Geld bringen.
Ein Anbieter wie zum Beispiel , gibt dir die Möglichkeit einen Shop zu betreiben.

Hier kannst du die Preise selber bestimmen.
Du hast eigentlich keinen Stress damit.
Einfach Bild hochladen, Preis festlegen und fertig.

Zoomwork berechnet dir natürlich ein paar Prozent.
Klar, schließlich drucken sie die Bilder und versenden sie.
Im Großen und Ganzen dennoch fair.

5. Udemy

Eine Plattform, ähnlich wie Video2Brain.
Nur mit dem Unterschied, das du auch Videos erstellen kannst.

Durch die Vermarktung von Udemy und die Qualität deiner Kurse kann hier schon ordentlich was rum kommen.
Lies dir hierzu am besten dieses Interview durch.

6. eBook

Hast du dir vielleicht schon mal überlegt ein Buch zu schreiben?
Dann ist jetzt die beste Zeit.

Gerade Amazon KDP macht es relativ leicht dein Buch zu veröffentlichen.
Ein Ratgeber zu den besten Fotospots in deiner Region.
Ein paar Bilder und Texte dazu und fertig.
Dann das Ganze in ein eBook konvertieren und ab damit in den Amazon Shop.

Das du damit keine Unsummen verlangen kannst ist denke ich klar ;-).
Vielleicht hast du auch eine andere Idee.
Dann setzt dich gleich hin und fange an.
Wenn du kein Bock auf Amazon hast kannst du es auch anders vertreiben.
Das ist ja auch möglich über diverse Zahlungsanbieter.

7. Empfehlungsmarketing (Affiliate)

Hast du einen Blog der guten Traffic hat.
Na dann empfehle doch ein paar Sachen die du auch benutzt.
Und dadurch verdienst du auch noch Geld.
Ist das schlimm?
Ich finde nein.

Ob du jetzt jemanden sagst welche Kamera, Objektiv, Stativ usw gut ist.
Oder ob du im das sagst und du auch noch etwas daran verdienst ist doch eigentlich egal.

Derjenige bezahlt keinen Cent mehr.
Du bekommst lediglich eine kleine Provision von seinem Kauf.
So haben beide etwas davon.

Natürlich ist diese Möglichkeit etwas in Verruf gekommen, weil viele einfach Scheiße empfehlen.
Oder Sachen empfehlen bei denen es am meisten Provision gibt.
Wenn du dir aber treu bleibst und nur Empfehlungen aussprichst die gut sind, oder die du selber benutzt, ist alles in Ordnung.

8. Workshops

Ein Thema das mir echt auf den Nägeln brennt.
Ich bin dran und will in Zukunft Workshops geben.
Bis jetzt fehlt mir aber die Zeit.

Wenn sich alles geregelt hat werde ich das in Angriff nehmen.
Hierzu will ich auf Calvin´s „Mein Weg zum Coach“ verweisen.
Ich hab es mir noch nicht gekauft, bin aber davon überzeugt das es gut ist.
Und sobald ich es habe werde ich hier eine Review geben.

9. T-Shirts

Lass deine Bilder doch auf T-Shirts drucken.
Oder vielleicht, Handy, Tablet, Laptop, Taschen usw.
Das alles geht mit diversen Shops.
Es ist eine Möglichkeit die auch Zeit braucht.

Und auch nicht unbedingt extreme Gewinne abwirft.
Aber mit der Zeit kann da schon was rum kommen.
Das Beste, du hast keinen großen Aufwand damit.
Ein Anbieter den ich selber schon mal getestet habe ist Zazzle.

Hier kannst du echt alles bedrucken lassen.
Die übernehmen dann die komplette Abwicklung.
Oder Spreadshirt.

Hier kannst du T-Shirts bedrucken lassen.
Schau einfach mal in dein Archiv, vielleicht hast du da ein paar Bilder.
Natürlich sollten die Motive universell sein.
So das sie auch gekauft werden.

Schöne Urlaubsbilder vom Strand.
Oder coole Graffittie Bilder.

10. Blog-Business

Das ist eine Möglichkeit wie ich sie anstrebe Geld zu verdienen.

Der Blog bündelt viele Möglichkeiten die hier beschrieben sind.
So kannst du dich auf eine Sache konzentrieren und zwar den Blog.
Schreibe über Shootings.
Zeige Bilder die du fotografiert hast.
Präsentiere Bilder die du über deinen Shop verkaufst.

Dadurch kannst du deine Arbeit, Dienstleistung und Merchandising zeigen.
Das bringt Kunden, Leser, Fans, Hardcore Fans.
Blog-Business ist jetzt in diesem Sinne keine direkte Möglichkeit Geld zu verdienen.
Dennoch wollte ich es hier auflisten.

Fazit

So ich hoffe du konntest vielleicht noch etwas mitnehmen.
Es ist wirklich nicht so schwer von der Fotografie zu leben.
Es kommt eben nur darauf an wie man es sieht.
Und natürlich gelingt das nur wenn du eine Sache beherzigst.

Fang genau jetzt an!

Ja, ich weiß das sagen immer alle.
Was meistens als Ausrede kommt ist.
„Ich benötige jetzt Geld.“

So hab ich auch öfters gedacht.
Dann hatte ich Aufträge und Geld und hab alles wieder liegen lassen.
Das Ende vom Lied.
Ich hab vieles angefangen aber nicht weiter verfolgt.

So zum Beispiel Fotolia und Empfehlungsmarketing.
Wäre ich dran geblieben und hätte bei Fotolia immer wieder Bilder die ich nicht benutze eingestellt, hätte ich schon ein paar 100 Bilder.
Jetzt ist es eher eine moralische Frage die mich davon abhält.

Von Heute auf Nachher wirst du keine Mengen an Geld verdienen.
Das muss dir klar sein.
Doch wenn du heute beginnst, wirst du vielleicht nie wieder in eine Situation der Geldnot kommen.
Wenn du noch am Anfang stehst und überlegst, wie verdiene ich Geld mit der Fotografie.
Dann hast du hier eine Auswahl.

Am besten probierst du alle aus, um herauszufinden welche dir mehr liegt.
Das alles bringt natürlich nichts wenn du keine Werbung machst.
Das muss dir auch klar sein.

Bilder irgendwo reinstellen und abwarten, funktioniert nicht.
Du musst zu 100% hinter deiner Arbeit stehen und richtig Werbung machen.
Marketing für Fotografen ist hier der Schlüssel.

Wenn du denkst, ach das funktioniert doch eh alles nicht.
Dann tut es mir echt leid, dass du bis hierher gelesen hast.
Denn dann bist du hier definitiv falsch.

Du musst digital denken!
Und deinen Kopf für alle Möglichkeiten öffnen.

Eins muss ich noch kurz zu den Sachen sagen wie Graffittie und T-Shirts.
Du musst dabei die Urheberrechte beachten.
Ja auch bei Graffittie gibt es Urheber.

Gerade bei legalen Sachen.
Oder auch Bilder aus Zoos dürfen nicht einfach so kommerziell genutzt werden.
Also do it, but legally ;-)

Kanntest du schon alle Möglichkeiten mit der Fotografie Geld zu verdienen?
Oder waren doch noch ein paar Neue dabei?
Schreib mir deine Meinung in die Kommentare, gerne auch Ergänzungen, Kritik.
Ich freue mich von dir zu hören.
LG
Stefan


Selbstvermarktung für Fotografen: Vom einfachen Facebook-Auftritt bis zur eigenen Website

  • Ben Moll
  • Herausgeber: dpunkt.verlag GmbH
  • Auflage Nr. 1 (01.08.2015)
  • Taschenbuch: 268 Seiten

Letzte Aktualisierung am 16.11.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Stefan Steinbach

Hi, ich bin Fotograf und Webdesigner aus Stuttgart. Einmal im Monat bekommst du hier in meinem Blog alles über People-Fotografie und ein bisschen was zu Marketing. Du kannst mir gerne auf Facebook, Twitter oder Instagram folgen. Ich freu mich von dir zu hören!

StefanMit Fotografie Geld verdienen – ist das noch möglich?

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6 comments

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  • Sven Schubert - 05/08/2016 reply

    Sympathischer Geselle dem ich gerne immer folge !
    Schön geschrieben….

    Viele Grüße

    Sven Schubert

    Stefan - 05/08/2016 reply

    Haha Sven!
    sehr schön dich auch mal hier zu sehen, freut mich! :-D

    LG
    Stefan

  • Markus Thoma - 09/08/2016 reply

    Sehr übersichtlicher Artikel! Ich denke, es sind alle wesentlichen Punkte dabei. Ich selbst hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt, einen Artikel in dieser Richtung zu veröffentlichen. Ich glaube wir streben beide die selbe Richtung an! Vielleicht lässt sich ja in Zukunft mal was zusammen angehen.

    Gruß,
    Markus

    Stefan - 09/08/2016 reply

    Hey Markus,
    vielen Dank, freut mich.
    Klar können wir in Zukunft was starten, würde mich freuen.
    Deine Seite sieht richtig gut aus, gefällt mir.
    Ich schreib dir mal eine Mail, dann können wir bisschen quatschen ;-).
    LG
    Stefan

  • hendrik - 09/08/2016 reply

    Hab den Artikel seit gestern Abend dreimal gelesen! ;) Kurz und knapp, das Wesentliche… hat einiges bei mir angestoßen!
    Dankedanke!

    Stefan - 09/08/2016 reply

    Hey Hendrik,
    das freut mich zu hören.
    So sollte das sein ;-)

    LG Stefan

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